Besuch bei Holzbau Lengauer-Stockner
Holzbau Lengauer-Stockner: Handwerk, Innovation und gelebte Nachhaltigkeit
Wenn man den Betrieb von Holzbau Lengauer-Stockner betritt, spürt man sofort: Hier wird Holzbau nicht nur ausgeführt – hier wird er gelebt. Bei unserem Besuch durften wir nicht nur ein Interview mit Geschäftsführer Martin Lengauer führen, sondern auch eine beeindruckende Führung durch den Betrieb erleben.
Was uns besonders begeistert hat, war das Zusammenspiel aus traditionellem Zimmererhandwerk und moderner Technologie. In den Hallen trifft gewachsene Handwerkskultur auf digitale Planung mit einem klaren Blick in Richtung Zukunft. Dazu kommt ein spürbar wertschätzendes, motivierendes Unternehmensklima – ein Umfeld, in dem Mitarbeiter vielseitige Projekte umsetzen und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln können.
Im Gespräch gibt Martin Lengauer spannende Einblicke in die strategische Ausrichtung seines Unternehmens, die Rolle der Vorfertigung, digitale Entwicklungen und seine persönliche Sicht auf Nachhaltigkeit im Holzbau.
Wenn Sie mehr über das Unternehmen und seine Dienstleistungen erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen auf der offiziellen Website:
https://www.lengauer-stockner.at/
Besuch bei Holzbau Lengauer-Stockner
– Martin Lengauers Ansichten zur strategischen Ausrichtung seines Unternehmens, zur Rolle der Vorfertigung, zu digitalen Entwicklungen und seine persönliche Sichtweise auf Nachhaltigkeit im Holzbau.
Interview
Martin Lengauer-Stockner
Geschäftsführer Holzbau
Lengauer Stockner
Irene Zwischenberger
SIHGA GmbH
Irene Zwischenberger (SIHGA GmbH):
Martin, Holzbau Lengauer-Stockner steht für die Verbindung von Handwerkstradition und moderner Technologie. Wie würdest du persönlich die Strategie deines Unternehmens beschreiben?
Martin Lengauer (Holzbau Lengauer Stockner):
Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass unser gewachsener Weg mit Wertschätzung des alten Handwerks und dem Herstellen von herkömmlichen Zimmermannsarbeiten genauso wichtig ist wie sich neuen Entwicklungen und Techniken nicht zu Verschließen.
So können wir vom Gartenzaun über Gewerbe- und landwirtschaftliche Bauten bis hin zum schlüsselfertigen Bau als Generalunternehmer mittlerweile alles abdecken. Also würde ich behaupten ein wesentlicher Teil unserer Strategie ist unser breites Produkt und Dienstleistungsfeld.
Wir beschäftigen uns aktuell aber wieder mit der strategischen Ausrichtung für die Zukunft unseres Betriebes.
Irene Zwischenberger (SIHGA):
Beim Studentenwohnheim in Kufstein habt ihr mit modularen Holzbauelementen eine innovative Aufstockung umgesetzt. Welche Rolle spielt die Vorfertigung für dich, wenn es um Qualität, Geschwindigkeit und Zukunftsfähigkeit im Holzbau geht?
Martin Lengauer (Holzbau Lengauer Stockner):
Vorfertigung führt unumstritten zu besserer Qualität und mehr Wertschöpfung und ist in Bezug auf kürzere Bauzeiten unschlagbar.
Unser Ziel ist es den Vorfertigungsgrad weiter zu steigern.
Dafür ist es aber notwendig früher in den Planungsprozess eingebunden zu sein, denn längst nicht jedes Projekt eignet sich dafür.
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Irene Zwischenberger (SIHGA GmbH):
Das Boutiquehotel in Rattenberg vereint Denkmalschutz mit moderner Holzbauweise – eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie bist du und dein Team an dieses Projekt herangegangen, und was nimmst du aus dieser Erfahrung für künftige Projekte mit?
Martin Lengauer (Holzbau Lengauer Stockner):
Entgegen dem aktuellen Trend in Richtung Vorfertigung ist hier oft flexibles Handwerk gefragt.
Herausfordernd war schon die Beschaffung von Lärchenbalken mit großen Dimensionen und Überlängen.
Spannend ist, bei solchen Projekten immer wieder zu sehen mit welch einfachen Mitteln und Aufbauten Gebäude über Jahrhunderte Bestand hatten.
Das regt schon zum Nachdenken an, wenn ich an den Aufwand denke, der am Bau derzeit betrieben wird.
Irene Zwischenberger (SIHGA GmbH):
Mit Projekten wie dem Einfamilienhaus in Langkampfen setzt du auf Nachhaltigkeit – etwa durch Photovoltaik und Erdwärme in Kombination mit Holz. Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich als Unternehmer, und wie prägt sie die Firmenstrategie?
Martin Lengauer (Holzbau Lengauer Stockner):
Wir Holzbauer sind von Natur aus eher nachhaltig unterwegs und empfinden das eigentlich als selbstverständlich.
Im Dämmstoffbereich setzen wir schon lange auf Holzfaser oder Zellulose, meist offen mittels Einblasplatte eingebbracht.
Aber auch wir können und müssen im Bereich Abfallwirtschaft, Verpackung und Kreisläufen noch besser werden.
Unsere Werkhalle besteht hauptsächlich aus Elementen einer alten Fertigteilhalle die wir in Ebbs abgetragen, und zur Gänze bei uns wiedermontiert haben.
Säulen, Träger, Hallenkran etc. wurden komplett verwendet und aus den alten Dachelementen haben wir die neuen Wandelemente gebaut. Auch der Betonabbruch wurde gebrochen und als Frostkoffer wiederverwendet.
Nachhaltiger geht's nicht.
Irene Zwischenberger (SIHGA GmbH):
Wenn du in die Zukunft blickst: Welche Chancen siehst du persönlich für den Holzbau in den nächsten zehn Jahren – und welche Rolle möchtest du mit Holzbau Lengauer-Stockner dabei spielen?
Martin Lengauer (Holzbau Lengauer Stockner):
Wir wissen alle dass Spezialisierung die Kosten senken würde.
Es kommt aber vor allem auf zufriedene und motivierte Mitarbeiter an.
Die Möglichkeit bei uns vielseitige Projekte zu planen und zu bauen, ein super Betriebsklima durch ständig wechselnde Partiezusammenstellungen und Ausbildungsangebote zb. Im Rahmen der htt15 Akademie sind meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg.